Türkei

Istanbul — Es ist schon dunkel, als die Fähre vom Anleger in Beşiktaş ablegt zur Insel Galatasaray Adasi auf dem Bosporus, es ist Heiligabend. Auf dem Boot fährt der Wind kalt unter die zu leichte Kleidung. Die Laternen und erleuchteten Häuser auf der europäischen Seite Istanbuls werden langsam kleiner in der Nacht, die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke spannt sich blau erleuchtet hinüber nach Asien. Vielleicht fünf Minuten dauert die Fahrt zu der künstlichen Insel, die dem Sportclub Galatasary Istanbul gehört und auf der Restaurants, Clubs und ein Pool im Olympiaformat liegen.

Es ist völlig einleuchtend gewesen, Weihnachten in diesem Jahr einfach ausfallen zu lassen – weil Weihnachten im Prinzip nur noch ein sinnentleertes Ritual darstellt, das das urmenschliche Bedürfnis nach Einkehr und Beisammensein in ein obsolet gewordenes Traditionskorsett zwingt – und stattdessen unter gut betuchter Istanbuler Gesellschaft den 50. Geburtstag der Frau eines türkischen Freundes der Familie zu feiern.

Dafür müssen wir nun, so stand es in der Einladung, mit einem Boot vom Anleger Ortaköy aus übersetzen.


Beyoglu
Beyoglu
Taksim, Istanbul


Auf der Galatasaray Adasi begrüßen uns die Gastgeber sehr herzlich. Die angemieteten Räumlichkeiten sind fein geschmückt, Kellner servieren schmackhafte Snacks und schenken ohne Unterlass Weißwein nach: Wir fühlen uns gleich sehr gut.

Nachdem wir mit einigen Gästen Konversation geführt haben, sagt der Sohn unseres Gastgebers, der in Istanbul eine österreichische Privatschule besucht, zu mir und meinem Bruder: Kommt tanzen mit mir und meinen Freunden. Und so tanzen wir. Der Cousin des Jungen kümmert sich regelmäßig um neuen Whisky: gute türkische Gastfreundschaft. Weltgewandtes Understatement, die an diesem Abend zunächst unbedingt aufzusetzende Grundgeste, schlägt schon nach kurzer Zeit in spontane Ausgelassenheit um.

Irgendwann tritt eine Frau in einem knappen schwarzen Kleid ans Mikrofon und interpretiert einige Popsongs. Fünf Damen führen mit venezianischen Masken eine Art Varieté-Theater zu Ehren der Gastgeber auf. Da nur türkisch gesprochen wird, können wir leider nichts verstehen, aber es wird viel gelacht und schließlich wieder viel getanzt, und das ist nie verkehrt.

Die anwesenden Society-Ehefrauen beobachten das Geschehen schmunzelnd von ihren Plätzen aus, in dem wohlwollenden Wissen, dass hier ein Privileg der Jugend zelebriert wird: die gedankenlose Ausgelassenheit, die keine Gedanken an den Morgen kennt.

Gegen Mitternacht verabschieden wir uns und fahren mit der kleinen Fähre zurück ans Festland. In der Lobby unseres Hotels am Taksim-Platz, dem Herzstück des Karaköy-Viertels, dessen Puls durch die Straßen bis herunter zum Wasser wabert, wird schnell klar: Es ist natürlich viel zu früh, um schlafen zu gehen, in dieser ersten Nacht in Istanbul an diesem heiligen Samstagabend.

Entlang der İstiklal Caddesi, die überall sozusagen als die letztmögliche Ausgehmeile gefeiert wird, nach der es keine Ausgehmeilen mehr geben kann, dröhnen die Bässe hinter den schmucken und gleichzeitig abgeranzten Fassaden. Die größte Ansammlung an Jugendstil-Häusern der Welt ist im Prinzip komplett von Musik durchsetzt, überall sind Menschen.

Mein Bruder und ich laufen erst einmal – ganz cool, ganz normal – ziellos umher, dann gehen wir in einen kleinen Club im ersten Stock und schauen uns die Menschen an, die zu mäßiger Popmusik trinken und tanzen, um dann wieder vor die Tür zu treten und weiterzuziehen. Das ganze Viertel muss man erst einmal auf sich wirken lassen: den beißenden Geruch der angebrannten Maronen in den Straßen, die heruntergekommenen Bars, die Gesichter der Nacht. Und deshalb laufen wir einfach umher und schauen.

Eine Journalistenkollegin zitiert in einer Reportage über Istanbul einen Werbetexter mit den Worten: »Wer in Taksim nicht gefeiert hat, der hat noch nie gefeiert.« Aus eigener Erfahrung ist diese These zwar zweifelsfrei zu widerlegen, aber in dieser Nacht wird klar, was die Dame damit gemeint haben könnte.

Irgendwann – es ist schon spät geworden – setzen wir uns zu Köfte und Reis für je neun Lira in einen Imbiss. Stille Nacht, heilige Nacht? Nein, nein wirklich nicht.


Beyoglu


Häufig ist es so, dass das Frühstück, wenn man von einem Ort zum anderen reist, einfach ausgespart wird, weil man erst einmal auf die Straße kommen, Fahrt aufnehmen, ein paar Kilometer machen möchte. Die Motivation dahinter ist, jede Form von Trägheit bereits im Keim zu ersticken und sozusagen gleich in den Fluss, in die Bewegung zu kommen, und dann kann man den Tag unmöglich mit, sagen wir, Toast mit Rührei und dick bestrichenen Brötchen beginnen.

Das Frühstück ist die Mahlzeit des Ankommens, nicht des Aufbruchs.

Verweilt der Reisende aber länger an einem Ort, kann er sich ohne schlechtes Gewissen dem frühmorgendlichen Gelage hingeben. Wir greifen zunächst zu hauchdünner Salami, Baguette, Schinken und einer Auswahl an wohlschmeckenden Oliven. Im zweiten Durchlauf folgt ein Omelette mit Tomaten, Käse und Paprika, und daraufhin ist es Zeit für würzigen Hartkäse, der sich am besten mit frisch aus den Waben gebrochenem Honig verköstigen lässt. Abgerundet wird alles mit frisch aufgeschnittenen Melonen und Orangen sowie knusprigen Waffeln. Der Ablauf dieses Frühstücks soll sich in den kommenden Tagen nur geringfügig ändern.

Draußen ist die Luft am Morgen sehr kalt und klar und verpasst der Stadt diesen Blaustich, den alle Städte haben, die am Wasser liegen, wenn dort im Winter die Sonne scheint. Für einen Dezember ist es in Istanbul ungewöhnlich frisch, die Temperatur liegt kaum über dem Gefrierpunkt.

Wir spazieren die İstiklal Caddesi herunter in Richtung Wasser. All die Spuren der Nacht sind nicht mehr zu sehen, vor ein paar Stunden standen hier überall Müllsäcke, es dampfte und zischte, nun ist alles sauber und ziemlich menschenleer. Aber es ist eben auch Sonntag.


Blick vom Galataturm


Vom Galataturm aus, der eine Viertelstunde vom Taksim-Platz entfernt liegt, sinnen wir eine Weile über die arrangiert erscheinende Asymmetrie des Istanbuler Stadtbilds nach: Die Konturen der Häuser, die Abschlüsse der Dächer und Fassaden verlaufen in seltsam harmonisch verschachtelten Diagonalen, so als sei die Linienführung kein Zufall, sondern als habe sie ein Maler in mühsamer Detailarbeit zwischen Wasser und Himmel gezeichnet.

Auf der Galatabrücke stehen wenigstens zweihundert Angler und pusten, geduldig wartend, ihren Atem in die klare Luft. Hier unten am Wasser sind nun doch viele Menschen unterwegs, wir machen uns auf den Weg zum Bootsanleger.


Galatabrücke
Galatabrücke
Galatabrücke


Was am ersten Tag in Istanbul gleich sehr deutlich wird: Die Stadt schert sich abseits der Hauptattraktionen nicht sonderlich um ihre Touristen, sie scheint sich noch nicht allzu sehr verstellt zu haben, und das ist immer sehr angenehm. Wenn der erodierende Prozess der Veränderung eines Ortes durch die Touristen nicht mehr aufzuhalten ist, wenn die wechselseitige Abhängigkeit, die stärker werdende Symbiose den Charakter eines Ortes unwiederbringlich verwischt hat, dann braucht man im Prinzip nicht mehr an diesen Ort zu reisen.

Am schönsten ist es deshalb dort, wo die Menschen einem Gast freundlich begegnen, sich aber ohne ihn auch nicht anders verhalten als sonst. So scheinen die Dinge in Istanbul zu stehen, aber vielleicht ist es auch so, dass die Stadt wirtschaftlich schon viel zu mächtig und selbstbewusst ist, um sich um die Befindlichkeiten westlicher Reisender mit Fotoapparat und Reiseführer zu kümmern, und das wäre auch nicht das Verkehrteste.

Wir gehen an Bord der Fähre von Eminönü über Üsküdar nach Karaköy, an Bord wird wie überall Çay serviert. Vom Marmarameer bläst ein frischer Wind über das Oberdeck. Möwen verfolgen das Boot und schieben sich vor die Sonne, schwebend, als habe sie jemand in die Luft geheftet.


Bosporus
Bosporus
Bosporus


Zweite Nacht in Istanbul, Leb-i Derya, İstiklal Caddesi. Der Blick fällt durch die Glasfront im sechsten Stock über das Galataviertel und den Bosporus zur Hagia Sophia, zur Sultan-Ahmed-Moschee – der berühmten Blauen Moschee – und auf die asiatische Seite Istanbuls. Die Fensterfront öffnet die Sicht auf die Lichter der nächtlichen Stadt wie ein Weitwinkelobjektiv.

Das Restaurant selbst ist in Weiß gehalten und genau in der richtigen, weil nicht zu aufdringlichen Helligkeit beleuchtet. Die rückseitige Bar ist leicht erhöht, zum Weißwein werden standardmäßig Nüsse gereicht. Passend zum nicht ganz besten, aber doch ziemlich beeindruckenden Ausblick auf die Stadt kann sich der Reisende hier in tollstem Upper-Class-Chic die Zunge geschmeidig trinken. Und genau dies, so viel muss man einräumen, tun wir an diesem Abend auch. In der Ecke steht ein mit Goldlametta geschmückter Tannenbaum, es ist ja noch Weihnachten.


Bosporus


Als es schon nach Mitternacht ist und kaum mehr Menschen auf den Straßen sind, da laufen wir in Richtung Hotel und hören plötzlich deutsche Stimmen: vier Jungen aus Potsdam, allesamt mit dieser avantgardistisch anmutenden Undercut-Scheitelfrisur, der anrasierten Popperwelle, die man zuerst in Skandinavien sah und irgendwann natürlich in jeder Berliner Ramschbar zwischen Prenzlauer Berg und Neukölln.

Wir kommen aus dem tollen Nullanlass des Aneinandervorbeigehens und Betrunkenseins ins Gespräch, und dann sind da noch zwei türkische Mädchen und zwei türkische Typen, die sich dazuschalten und ein bisschen schwadronieren, es wird palavert und gescherzt, das Ergebnis: Man beschließt, noch gemeinsam eine Bar aufzusuchen und einen zu trinken.

Die Deutschen erzählen nun, beim Gang durch die Gassen von Beyoğlu, wie sie an ihrem gestrigen ersten Abend in Istanbul gleich von zwei sehr freundlichen Herren auf der Straße in ein Etablissement eingeladen werden, das verspricht ganz besonders reizend zu sein, wie die Männer beteuern. Dort angekommen gibt es ganz viel zu trinken und ganz viel zu rauchen, und irgendwann kommen Damen hinzu und tanzen. Als Entlohnung für dieses zweifellos unterhaltsame Programm soll jeder der Gäste am Ende den wirklich absolut gerechtfertigten Obolus von 400 Lira entrichten, rund 170 Euro pro Person.

So wurden die Deutschen also – irritiert, hilflos feilschend, viel zu schwachbrüstig – gleich nach ihrer Ankunft in der Stadt generalstabsmäßig ausgenommen. Das scheint ihre Laune aber nicht nachhaltig getrübt zu haben: Sie laufen und lachen und reden an diesem Abend viel zu laut irgendwelchen Blödsinn.

In einer kleinen Kaschemme in einer sehr abschüssigen Straße findet sich noch eine offene Bar, doch die vier Potsdamer haben sich wohl mehr versprochen, sie gehen irgendwann nach Hause. »Actually I didn’t like those Germans«, sagt später Aisha, eine der Türkinnen, in die alkoholgeschwängerte Konversation hinein. Mein Bruder und ich können nur zustimmen.


Hagia Sophia


Der nächste Morgen, immer noch bestes Wetter, knallharter Sightseeing-Tag: Die nicht zu leugnende Maßlosigkeit der Sultane lässt sich am besten am Goldenen Horn im Topkapı-Palast bestaunen, der fast 400 Jahre lang die administrative Schaltzentrale des Osmanischen Reiches war und einen gewaltigen Harem einschloss.

Dort können Besucher etwa den aus dem Film Topkapi berühmten gleichnamigen Dolch mit seinen drei Smaragden bestaunen oder den Löffler-Diamanten, der zu den größten der Welt gehört und von 49 weiteren Steinen umrahmt ist. Ansonsten gibt es allerlei mit unzähligen Juwelen verzierte Trinkgefäße, Schalen und Wasserpfeifen zu sehen oder auch den mit Perlmutt und Elfenbein verzierten Thron Sultan Murats IV., der aus Ebenholz geschnitzt ist.

Weil aber ab einem gewissen Zeitpunkt das Bedürfnis nach einem Kaffee stärker ist als der Reiz ungezählter Reichtümer aus einer vergangenen Zeit, machen wir uns bald auf zur Hagia Sophia und lassen uns in einem Straßencafé nieder. Die Sonne erreicht nun, gegen Mittag, gerade die Strahlkraft, die längeres Sitzen im Freien zulässt, aber das ist mehr ein psychologischer Effekt, hinter uns steht ein Heizstrahler.

Am Nachmittag ziehen wir vor der Sultan-Ahmet-Moschee die Schuhe aus, um im Innern wenigstens für ein paar Minuten die Vielzahl an blau-weißen Fließen zu betrachten, die dem Gotteshaus den Namen Blaue Moschee eingebracht haben. Es lässt sich nicht leugnen, dass das weiß-graue Gestein, aus dem die Moschee gebaut ist, eine gewisse Erhabenheit und auch eine gewisse Macht widerspiegelt. Es erscheint zumindest möglich, dass sich die Kulissenmeister und Grafiker der Herr-der-Ringe-Verfilmung die Architektur der Menschenstadt Minas Tirith von der Blauen Moschee abgeguckt haben.

Auf der Rückseite, die dem Marmarameer zugewandt ist, hacken sich derweil zwei Gockel im Zweikampf das Gefieder blutig. Irgendwann kommt ein Mann hinzu, flucht erzürnt und trennt die Streithähne.


Blaue Moschee


Die Straßen oben in Eminönü am Goldenen Horn, die von der Hagia Sophia und der Blauen Moschee überragt werden, liegen jetzt schon im Schatten, als dieser bestimmende Wunsch aufkommt, der Sonne beim Untergehen zuzuschauen. Wir suchen also rasch einen Weg durch die Gassen, es geht vorbei an kleinen Hotels, in denen man am liebsten sofort wieder einen Kaffee getrunken hätte, aber die Zeit drängt.

Auf der Terrasse einer Privatschule, von deren Betreten uns niemand hindert, lässt sich schließlich über eine steinerne Brüstung weit über das Marmarameer schauen, auf dem die Frachtschiffe im orangen Licht der untergehenden Sonne da liegen wie nach einem Flottenmanöver. In unserem Rücken ist der Himmel tiefgrau, die Häuser zwischen dem Wasser und der Terrasse leuchten. Dann wird es laut.

Erst tönt es aus den Lautsprechern nur eines Minaretts, eine zweite Moschee antwortet, und irgendwann liegt das ganze Viertel im Schall des theatralischen Singsangs.

Man hat davon ein Bild, das aus Wörtern, aus Zeitungsartikeln und Büchern stammt: der Ruf des Muezzins zum Gebet, ein bisschen exotisch, eigentlich abgedroschen. Jetzt ist da aber dieses glutrote Meer, die gelbe Stadt, der graue Himmel, und es kommt einem so vor, als verstünde man zum ersten Mal wirklich, was es auf sich hat mit dem Gebetsruf.


Eminönü
Eminönü
Eminönü


Am letzten Tag besuchen wir die alte Zisterne, den Versunkenen Palast aus der Spätantike, der westlich von der Hagia Sophia unter der Stadt liegt und aussieht wie die Minen von Moria, und da ist man wieder beim Herr der Ringe.


Cisterna Basilica

Was lässt sich nach einem kurzen Weihnachtsaufenthalt nun Genaues, Pointiertes über diese irre große, nicht zu fassende Metropole Istanbul sagen?

Es fühlt sich so an, als könnte man ohne Probleme länger hier bleiben und sich wohlfühlen oder eben, wenn das nicht geht, häufig wiederkommen, zum Beispiel im Sommer. Man hat das Gefühl, die Stadt ist authentisch. Sich immer wieder hinsetzen und Tee trinken, Kaffee, eine Kleinigkeit essen: total entspannt.

Ein Vorurteil zerstreut sich am letzten Tag auf dem großen Basar: Man wird überhaupt nicht von der Seite bequatscht, von wahnhaft dreinschauenden Verkäufern mit leuchtenden Euros in den Augen, man kann einfach herumspazieren und sich umschauen. Wir kaufen eine Wasserpfeife aus Keramik, Tabak und in einem Schuhgeschäft noch zwei Paar Wildlederschuhe: dunkelbraun und graublau, gefüttert, unschlagbar günstig.

Letzter Abend auf der İstiklal Caddesi. Rechts in eine Gasse abbiegen, dem Gespür für einen guten Laden folgen, reinsetzen.

Mein Bruder und ich versuchen uns an der hohen Kunst des türkischen Müßiggangs: Tee trinken, Wasserpfeife rauchen, plaudern. Schweigen, nur noch rauchen, weiterreden, noch ein Tee. An diesem letzten Abend muss nichts mehr passieren. Die Polster werden immer gemütlicher, der Qualm dichter. Man schält sich so schön ein in die Kissen. Man liegt mehr, als dass man sitzt.

Rauchen, das ist so etwas, das man niemals in Hektik tun sollte, auf keinen Fall auf dem Sprung »noch schnell eine rauchen«, ein ganz verkehrter Ansatz. Wir ziehen den Rauch ein und lassen ihn raus, er liegt dann unbewegt zwischen den Luftschichten im Raum.

Irgendwann, nach zwei Stunden, wird die Harmonie kurz gestört: Eine borstige Ratte trippelt durch den Flur ins Hinterzimmer, der Besitzer des Cafés ruft zur Jagd. Die etwas schreckhaft agierenden Männer springen jedoch immer gleich kopflos auf die Stühle, wenn das Nagetier von einer Bank unter die nächste huscht, um sich vor seinen Häschern zu verstecken. Als man die Katze im Zimmer niedersetzt, flüchtet diese panisch nach vorne, als wollte man ihr das Fell abziehen.

Irgendwann kann ein Mann die Ratte mit einem Besen erschlagen, sie wird auf einem Handfeger entsorgt. In das Lokal kehrt wieder Ruhe ein, wir kriegen neue Kohle für unsere Pfeife. Ein Tee geht noch.


Blaue Moschee
Blaue Moschee



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