Tag

hintere schwärze

Vent — Frühstück auf der Terrasse der Breslauer Hütte, es ist komplett finster. Etwa 200 Menschen schlafen noch oder stehen gerade auf oder packen jetzt ihren Rucksack. Sie wollen heute alle auf die Wildspitze. Es ist Wochenende, es ist gutes Wetter.

Wir sind die ersten, die aufbrechen. Um uns herum ist es immer noch so dunkel, dass die Steine auf dem Weg kaum zu erkennen sind. Langsam zieht die Dämmerung herauf.

Wir steigen durch das Tal bis zum steinernen Aufschwung des Mitterkarjochs, folgen roten Punkten durch felsiges Gelände. Steigeisen anziehen, das Schneefeld unterhalb der Felswand ist hartgefroren und steil. Steigeisen ausziehen, der Klettersteig erfordert guten Tritt. Etwa 50 Meter kraxeln wir an Drahtseilen nach oben, die frühe Morgensonne in unserem Rücken überzieht die Berge mit einem blassen Schleier.


Ramolkamm von der WildspitzeRamolkamm vom Mitterkarjoch (Großansicht).


Wir erreichen das Joch, die Sonne bricht hervor. Vor uns eine große, weite Eislandschaft, um uns herum klare Morgenluft. Das gute Gefühl, die Ersten am Berg zu sein. Der Weg über den Gletscher zum Gipfel ist nicht steil.

Um auf den Nordgrat zu kommen, müssen wir aber einen stark geneigten Aufschwung überwinden. Die Frontzacken der Steigeisen schlagen ins Eis. Dann geht es, wechselnd über Firn und Fels, weiter bis zum Kreuz, das nun, um 8 Uhr morgens, weithin sichtbar in der Sonne glänzt. Die Berge in der Ferne schimmern weiß-golden.


Ramolkamm von der WildspitzeRamolkamm von der Wildspitze (Großansicht).
Wildspitze GipfelgratWildspitze, Gipfelgrat.
Hintere Schwärze und SimilaunHintere Schwärze (links) und Similaun (rechts) von der Wildspitze.
Weißkugel von der WildspitzeWeißkugel von der Wildspitze.
Ramolkamm und SchnalskammRamolkamm und Schnalskamm von der Wildspitze (Großansicht).


Frühstück auf dem Gipfel: weiße Schokolade und hochprozentiger Rum. Bevor es voll wird auf dem höchsten Fleck Tirols, brechen wir auf.

Ein Abstieg zurück über das Mitterkarjoch, Nadelöhr auf der Hauptroute, scheint schwierig. Staugefahr droht, immer noch steigen größere Gruppen auf. Wir verlassen den Gipfelgrat in Richtung Osten.

Spuren im Schnee führen über den nordseitigen Gletscher bis zu einem Durchstich im Westgrat, an dem das Eis steil über einen Bruch zum oberen Rofenkarferner abfällt. Wir steigen vorsichtig hinab. Weiter unten ziehen sich Spalten durch das Eis, aber sie liegen frei und offen in der Sonne. Der Gletscher macht hier keine großen Mühen mehr, irgendwann kommt er in einem letzten Zerwürfnis zum Stehen. Wir sind unten.


Rofenkarferner und WildspitzeÖtztaler Urkund (links) und Wildspitze (Mitte) vom Rofenkarferner.

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Über den Wolken, die kurz nach der Dämmerung in den schwarzen Alpentälern hängen, werden die schneebedeckten Gipfel der Ortlergruppe von den ersten Sonnenstrahlen in oranges Licht getaucht. Weit darüber wacht noch der Mond, an tiefes Dunkelblau geheftet. Im Nordosten glüht der Himmel hinter den Silhouetten der Bergkämme hervor, als schmelze dort jemand Erz. Kein allzu trübsinniger Anblick für einen Morgen, an dem man noch vor dem Frühstück rasch auf den Similaun steigen möchte. Wir brechen um kurz vor 6 Uhr am Niederjoch auf, schon nach einigen Minuten erreicht man den Gletscher.


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Königspitze (links), Monte Zebrù (Mitte) und Ortler (rechts) von der Similaunhütte.
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Fineilspitze vom Niederjochferner.


Über eine einzige Gletscherrampe geht es nach oben zum Gipfel, das Eis zieht sich hinauf bis zur Spitze des Berges. Im unteren Teil des Ferners folgt der Weg erst dem Felshang, bis der Gletscher über einen leichten Bruch abfällt und die Spuren nach rechts oben kreuzen, damit man nicht allzu steil aufsteigen muss. Die Spalten liegen noch frei, der Schnee ist am frühen Morgen aber ohnehin hartgefroren. Wir steigen über die Westflanke auf, irgendwann fällt die Sonne über das funkelnde Eis und bestätigt die Hoffnung auf einen vorzüglichen Tag. Bis zum Gipfelaufbau verlaufen die Spuren ziemlich eben, sie sind nicht tief, die bezackten Stiefel finden einen guten Halt. Die Sonne versucht den Dunst aus den Tälern zu verdrängen, aber es will ihr nicht recht gelingen. Der Similaun hüllt seinen Gipfel immer noch in Wolken.


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Similaun vom Niederjochferner.


Das Eis wird steiler, als wir uns dem Gipfel nähern, keine zwei Stunden liegen hinter uns. Zickzack-Spuren ziehen sich den Hang hinauf, über uns treiben Wolkenfetzen vorbei. Noch ein Vorstoß nach rechts, und wir blicken über die Bruchkante nach Italien. Die Sicht auf die Berge ist verschleiert durch den Nebel. Zurück nach links auf den windigen Firngrat, der zum Gipfelkreuz führt. Die Wolken reißen auf, man schaut auf den 200 Meter tiefer fließenden Gletscher herunter, der wie das Wasser eines Ozeans auf dem Berg liegt, nur um den Blick wieder über die weißen Wolkenkissen hinweg in Richtung Horizont zu richten, der irgendwo mit dem Himmel verschwimmt, während zähes Nebelgrau noch höherer Wolken die gesamte Szenerie einrahmt. Der moderate Aufstieg raubt nicht allzu sehr den Atem, der Blick vom Similaun-Gipfelgrat – man möge mir diese kitschige Analogie verzeihen – um einiges mehr. Zeit für eine Rast, auch wenn sie kurz vor dem Gipfel kommt. Oben angekommen müssen wir uns etwas gedulden, bis der Dunst endgültig aufreißt und der einzige Viertausender der Ostalpen in den Himmel ragt.


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Grafferner vom Gipfelgrat des Similauns.
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Hintere Schwärze vom Similaun.
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Marzellspitzen (vorne) und Hintere Schwärze (hinten) vom Similaun.
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Piz Palü (links) und Piz Bernina (rechts) vom Similaun.
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Monte Vioz und Pàlon de la Mare (links) mit Monte Cevedale (Mitte) vom Similaun.


Similaun (3599 m)
Anreise: bis Vent (1895 m)
Hüttenzustieg: über Martin-Busch-Hütte (2501 m), ca. 4 Stunden
Übernachtung: Similaunhütte (3019 m), +39 473 669711, 40 Zimmerlager, 30 Lager, ab 10 Euro
Gipfel: Schwierigkeit F, Gletscherspalten, ca. 2 Stunden


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Erster Tag im Gebirge, Aufbruch um 6 Uhr von der Martin-Busch-Hütte. Das ist nicht zu früh für den erst gestern aus dem Flachland aufgestiegenen Großstädter, aber auch nicht zu spät für eine Hochtour auf die Hintere Schwärze. Die jenseits des Bergrückens langsam aufsteigende Sonne hat das Pechschwarz der Nacht verdrängt, die Füße können die Konturen des Weges lesen. Wir müssen herunter zum Fluss, über eine Brücke, dahinter folgt der Pfad den Kehren des Hangs. Ein neuer Weg wurde hier angelegt, der alte ist wegen Steinschlaggefahr gesperrt worden. Die Route verändert sich, wie das Hochgebirge insgesamt. Erst geht es deshalb viele steile Serpentinen hinauf und dann wieder, bis man den Gletscher erreicht, viele Höhenmeter über lose Steine hinab. Wir brauchen dafür wenigstens eine Stunde. Unten noch mehr Geröll, zwei Moränen folgen der Fließrichtung des Eisstroms, sie haben viel Schutt mitgenommen. Der Himmel ist wolkenlos, das Blau wird intensiver mit jeder Morgenstunde.


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Unterer Marzellferner vor dem Similaun (Mitte).


Der untere Ausläufer des Marzellferners fließt eben zu Tal. Der Gletscher hier unten ist aper, das Eis liegt frei. Es knirscht und krächzt, wenn die Zacken der Steigeisen sich hineinbohren. Wir schauen nach vorne, von links oben fällt die Gletscherzunge über steileres Gelände herab. Das Eis faltet sich in diesen Brüchen auf wie spröde Haut. Wir schlagen drei oder vier Kehren, um den großen Spalten auszuweichen. Die ersten Sonnenstrahlen, die über den vereisten Hang fallen, erleuchten unsere Gesichter. Und schließlich, mit jedem Höhenmeter etwas mehr, schiebt sich der Gipfelaufbau ins Blickfeld. Seine Form ähnelt einer Haifischflosse, der Grat fällt scharf über die noch schattige Nordwand ab. Erst jetzt, nach weit mehr als zwei Stunden Gehzeit, zeigt sich die Hintere Schwärze. Aus dem Niedertal auf der Nordseite des Schnalskamms ist ihr Gipfel nicht zu sehen.


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Hintere Schwärze vom Marzellferner.
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Oberer Marzellferner.
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Hintere Schwärze (links) und Östliche Marzellspitze (Mitte) vom Marzellferner.


Oberhalb des Bruchs liegt ein weitläufiges Gletscherbecken, man blickt auf eine unberührte Eislandschaft, die von keinem Felsbrocken unterbrochen wird. Nur einige Fußspuren ziehen sich durch den Schnee. Die fast bis zum Gipfel hinauf vergletscherte Nordflanke der Hinteren Schwärze bricht in einiger Entfernung von uns in einem Eisbruch ab. Wir lassen sie links liegen, nachdem wir das nun fast wieder ebene Weiß durchquert haben, und erreichen die große Firnrampe, die uns hinauf zum Gipfel bringen soll. Das Gelände wird nun wieder steiler und der Schnee tiefer, es gelangt weniger Sauerstoff in die Lunge hier oben, das merkt man jetzt.


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Similaun (links) und Weißkugel (rechts) vom Gipfelgrat der Hinteren Schwärze.


Der Firn wird noch steiler, wir erreichen einen Aufschwung, von dem Spuren in direkter Linie den Schneehang hinaufführen. Keine hundert Meter mehr bis zum Grat. Das Laufen kostet einigermaßen Kraft. Zehn Schritte gehen, durchatmen. Das Eis unter den Schuhen ist von der Kälte der Nacht noch ziemlich hart. Das Gehen ist angenehm, der frühe Aufbruch hat sich gelohnt. Schließlich der Gipfelgrat, zum Kreuz sind es nur noch ein paar Meter über Blockgestein. Man blickt hinüber nach Italien, man schaut über die Wolken hinweg. Wenigstens 300 Höhenmeter tiefer fließen gewaltige Gletscher zu Tal. Das eiserne Kreuz überragt alle anderen Gipfel in der Nähe. Wir stehen auf dem höchsten Berg des Kamms, man konnte ihn von unten nicht einmal sehen. Die Hintere Schwärze ist einer der schönsten Berge der Ötztaler Alpen, weil er seine Größe und seine Form gut versteckt.


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Weißkugel von der Hinteren Schwärze.
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Texelgruppe von der Hinteren Schwärze.
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Similaun (links) und Weißkugel (Mitte) von der Hinteren Schwärze.
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Karlesspitze von der Hinteren Schwärze.
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Wildspitze von der Hinteren Schwärze.


Hintere Schwärze (3624 m)
Anreise: bis Vent (1895 m)
Hüttenzustieg: ca. 2 Stunden
Übernachtung: Martin-Busch-Hütte (2501 m), +43 5254 813050, 40 Zimmerlager, 72 Lager, ab 6 Euro
Gipfel: Schwierigkeit PD / I, Gletscherspalten, ca. 3-4 Stunden

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Dass sich das Wetter im Gebirge rasch ändert, beweist der Morgen. Gestern noch hing Nebel im Tal und auf den Gipfeln, heute wirft die Sonne ihre Strahlen über die Hänge und sättigt das Grün der Almwiesen und das Rotbraun der Felsen. Der Weg zur Similaunhütte ist eine schonende Angelegenheit, entspannt folgt der Pfad dem Fluss das hinterste Niedertal hinauf. Das Gras zieht sich hier zurück, Schutt und Geröll dominieren die Landschaft. Vom Kamm fließen kleine Bäche hinab. Rechts ragt harmlos die Kreuzspitze in den Himmel, die heute schon wieder vollkommen schneefrei ist. Links schiebt sich langsam der Similaun ins Blickfeld, der ausgeprägte Eiszungen seine Hänge herunter schickt. Dort, wo das Gelände besonders steil ist, reißt der Gletscher auf und gibt das harte Gneisgestein frei. Der Weg zieht den Kamm entlang, es folgen einige Senken, und irgendwann sieht man die Similaunhütte in der Einschartung des Alpenhauptkamms, der Österreich von Italien trennt. Es geht noch einmal steil nach oben, wir kommen ins Schwitzen.


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Similaun vom Weg zur Similaunhütte.
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Ortlergruppe von der Similaunhütte.
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Kreuzspitze von der Similaunhütte.


Auf der Hütte erleichtern wir unsere Rucksäcke um Kleidung, Waschbeutel, Essensvorräte und Steiggerätschaften. Die Fineilspitze kann man trotz ihrer vergleichsweise vorzeigbaren Höhe von über 3500 Metern von der Ostseite her eisfrei besteigen. Der Himmel lässt weithin keine Gewitterwolken oder Anzeichen eines Wetterwechsels erkennen, wir gehen mit leichtem Gepäck weiter. Anfangs verläuft der Weg steil über markiertes Blockgestein, dann flacht das Gelände wieder ab. Bevor der Pfad einen Schlenker zum Denkmal des «Ötzis» macht, der Gletschermumie, die sie hier vor zwanzig Jahren im Eis gefunden haben, sind einige Schneefelder zu queren. Sie sind von der heißen Mittagssonne unangenehm aufgeweicht. Dann folgt das Hauslabjoch, von hier blickt man auf die ansehnlichen Gletscher auf der Westseite der Fineilspitze. Sie rufen den hochalpinen Charakter des Berges in Erinnerung. Ein Stück weit müssen wir nun wieder über Schnee laufen, aber das bereitet auch ohne Steigeisen keine Probleme.


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Fineilspitze vom Hauslabjoch.


Der letzte Anstieg führt über Blockgestein. Man muss die Hände benutzen, rechts fällt der Grat fast senkrecht ab zum Gletscher. Die Kletterpassagen sind wenig schwierig. Die Steine sind warm von der Sonne, wenn man mit den Fingern nach ihnen greift. Bisher wirkte der Berg wie ein einziger zerklüfteter Aufschwung auf einen unspektakulären Kamm, erst vom Gipfel wird seine Prominenz deutlich. Am Fuß der Westflanke unter uns ergießt sich der Hochjochferner über die Ebene, auf der gegenüberliegenden Talseite funkeln die Firnspitzen des Weißkamms im Sonnenlicht. An einem wolkenlosen Tag ist es hier sehr luftig, hoch über den Eisströmen, auf Augenhöhe mit den vergletscherten Massiven rundherum.


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Weißkugel und Langtauferer Spitze (Mitte) mit Weißseespitze (rechts) von der Fineilspitze.
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Hinterer Brochkogel (links) und Wildspitze (Mitte) von der Fineilspitze.
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Hintere Schwärze (links) und Similaun (rechts) von der Fineilspitze.
weißseespitze fineilspitze ötztaler alpen ötztal bergsteigen hochtour wandern gletscher panorama gipfel berge gebirge
Weißseespitze von der Fineilspitze.


Fineilspitze (3514 m)
Anreise: bis Vent (1895 m)
Hüttenzustieg: über Martin-Busch-Hütte (2501 m), ca. 4 Stunden
Übernachtung: Similaunhütte (3019 m), +39 473 669711, 40 Zimmerlager, 30 Lager, ab 10 Euro
Gipfel: Schwierigkeit PD- / II, ca. 2 Stunden


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