• Einsame Straßen, Menschenleere: In Maskat schlummert der Oman in selbstgewisser Souveränität vor sich hin. Der Reisende wird schläfrig und müde, noch bevor er die moderne Hauptstadt überhaupt verlassen hat.

  • Es brennen nur zwei oder drei Kerzen, deren Wachs ungehindert auf den massiven, von Kerben übersäten Schreibtisch läuft, vermutlich weil einmal mehr der Strom ausgefallen ist oder aber sich in…

  • Die Ruinen von Great Zimbabwe werden kaum von Touristen besucht. Wenn das Abendlicht den Ort mit einem weichen Filter überzieht, hat man die Weite des Buschlands ganz für sich. Das rüstet emotional für einen Besuch der Hauptstadt Harare. Ein furchtbarer Moloch.

  • Das Reisen und die Liebe seien unsere größten Glücksphantasien, hat Alain de Botton einmal gesagt. Beides ist die romantische Suche nach dem Paradies, nach tiefgreifender Erfüllung, und die Einsicht, dass es unmöglich ist, diesen Sehnsuchtsort ewig zu bewahren. Der Autor verstand die Bedeutung seiner mühsamen Überlandfahrt zum Lake Malawi erst zuhause. Eine Parabel.

  • In die Ferne verschwinden, sich der Welt entziehen, um überhaupt wieder vernünftig an ihr teilhaben zu können – manchmal gibt es gefühlt existenzielle Gründe für eine Reise. Leere in sich zu füllen, das heißt auch: Sprachlosigkeit überwinden, Einsichten in Worte fassen, der immer schwierigen weil komplexen Wirklichkeit habhaft werden. Der Versuch eines Neuanfangs.

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